franziskanerinnen tertiarschwestern hall in tirolA

"Wir geben der Menschlichkeit ein Gesicht"

Das stand auf einem Transparent,
das junge Leute am 12. Juli
bei der Demonstration in Innsbruck
vor sich her trugen.

Es entsetzt mich, dass Vertreter_innen der deutschen und anderer europäischer Regierungen Debatten über die Abschottung Europas, Auffanglager in Nordafrika und „konzentrierte Zentren" (eine Abkürzung wird da wohl schwer möglich sein) führen.
Und das in Wochen, in denen fast 700 Menschen im Mittelmeer ertrinken und keine politische Verantwortung für das Sterben in den Wüstenregionen Nordafrikas übernommen wird.
Es entsetzt mich, dass im Gegenteil Aktivist_innen, die sich in der Seenotrettung engagieren, kriminalisiert werden, natürlich nicht, weil sie Menschenleben retten, das wäre doch (noch) eine Spur zu zynisch, nein, weil sie irgendwelche Auflagen (im Fall der Lifeline die korrekte Registrierung) nicht erfüllen.

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Auf die Straße.
Wollen wir in einer solch erbarmungslosen Welt leben?
Diese Entwicklungen einfach so hinnehmen?
Oder wäre jetzt nicht der Zeitpunkt, dass jede_r einzelne von uns aufsteht,
rausgeht, sich bestehenden Protestbündnissen anschließt
und so zumindest lauthals auf die Straße bringt:
„Das will ich nicht. Ich stehe für eine Welt der Solidarität und der Achtung ein; finde nicht, dass es Menschen gibt, die weniger wert sind, und will nicht permanent menschenverachtende Kommentare aus Politik und Presse einfach so hinnehmen.

Melanie Wurst, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Fachbereich Kath. Theologie der Goethe-Universität Frankfurt

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