Franziskanerinnen Tertiarschwestern Hall in Tirol

Dank an das Land Tirol

Das Land Tirol hilft in Bolivien armen Familien, die durch die Corona-Pandemie in äußerste Not geraten sind.

Durch die strengen Ausgangsbeschränkungen in Bolivien hatten plötzlich die vielen StraßenhändlerInnen keinerlei Einkommen mehr. Viele Familien in den armen Regionen des östlichen Tieflandes sind nie registriert worden. Sie existieren deshalb behördlich gar nicht und erhalten auch keine Unterstützung.
Sr. Martha Balcazar, die Provinzoberin der Tertiarschwestern in Bolivien, berichtete zum Beispiel von einer Frau, die in der Nähe des Klosters jeden Tag einen kleinen Verkaufstand betrieb, sie presste frische Orangen aus und verkaufte den Saft. Davon konnte sie mit ihren vier Kindern notdürftig überleben, aber es reichte natürlich nicht, um etwas anzusparen. Durch die Beschränkungen fiel ihr Verdienst weg und sie hätte mit ihren Kindern hungern müssen. Das bewog die Schwestern, ihr und vielen anderen Familien zu helfen.
Angelegt war das Projekt für knapp 300 Familien, aber als die Schwestern die große Not in den umliegenden Dörfern sahen, halfen sie auch dort und konnten schließlich 800 Familien unterstützen, die Zeit der Beschränkungen zu überbrücken.
Die Schwestern haben bei Großhändlern eingekauft, für die einzelnen Familien Pakete vorbereitet und diese dann selbst mit dem Auto verteilt.

Franziskanerinnen Tertiarschwestern Hall in Tirol

Sr. Martha beim Verteilen der Grundnahrungsmittel

Kaum hatte sich die Situation wieder normalisiert, kamen Ernteausfälle durch enorme Hitze, Dürre und Brände. Auch hier waren es wieder nur die Schwestern, die geholfen haben.
Die Abteilung Südtirol, Europaregion und Außenbeziehungen des Landes Tirol unterstützte dieses Projekt mit 10.000,-- €. Gemeinsam mit Bruder und Schwester in Not, den Franziskanermissionen in Wien, München und Bonn konnten die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden, um das Nothilfe-Projekt der Schwestern zu ermöglichen. 

Sr. Martha schreibt:

Friede und Heil!
Unsere unendliche Dankbarkeit gilt all denen, die uns bei der Hilfe für die ärmsten Menschen in unseren Dörfern und Gemeinden unterstützt haben. Wir haben mehr als 800 Familien mit Lebensmitteln versorgt, während der Zeit der strikten Ausgangsbeschränkungen und dann noch einmal im Oktober, wo die Menschen durch die Dürre und Brände, die ihre Ernte zerstört haben, noch einmal betroffen waren und in Not kamen. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen.

 

Franziskanerinnen Tertiarschwestern Hall in Tirol

Mit dem alten Auto der Schwestern werden die Nahrungsmittelpakete in die umliegenden kleinen Siedlungen gebracht.

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