Ein junger Mensch setzt alles auf eine Karte.
Ist das nicht verrückt?
Muss man sich nicht mehrere Möglichkeiten offen halten?
Wird so das Leben nicht immer enger und langweiliger?
Oder ist es umgekehrt?
Führt eine klare Entscheidung zu mehr Fülle und Weite?
Wer sich nie für etwas ganz entscheidet,
wer sich immer mehrere Möglichkeiten offen lassen will,
wird letztlich ärmer.
Entscheidung für das eine ist zugleich Verzicht auf das andere,
dazu haben heute nur noch wenige Menschen den Mut.
Das ist bei der Entscheidung für einen Partner dasselbe und
auch da geht es nicht gut, wenn man ständig die Augen offen hält,
ob es nicht noch etwas Besseres oder Schöneres gibt.
Wer sich selbst in der Profess festlegt,
hat einen guten Grund gelegt,
für ein Leben, das in die Weite führt und immer mehr Fülle erfährt.
Gabengang
Sr. Maria Verena bringt Brot und Wein zum Altar.
Bei der Gabenbereitung bringen wir nicht nur Brot und Wein zum Altar. In diesen Gaben bringen wir uns selber, mit allem, was uns bewegt, was uns freut und belastet.