Die Strömungen, die schon von Beginn der Kirche an versuchten, den Einfluss der Frauen zurückzudrängen und sie immer mehr auszuschließen, brachten den beachtlichen Leistungen der Frauen keine Wertschätzung entgegen.
Sie haben damit den Frauen keinen guten Dienst erwiesen. Aber nicht nur den Frauen haben sie keinen guten Dienst erwiesen, auch der Kirche nicht. Die Würzburger Synode drückt es in den 70er Jahren so aus: „Ein Ausschluss der Frauen vom sakramentalen Dienst bedeutet letztlich, ihnen die Befähigung abzusprechen, zur Sendung der Kirche einen wesentlichen Beitrag leisten zu können." Und dieser Beitrag der Frauen fehlte und fehlt der Kirche. Ich bin überzeugt, dass der Kirche damit in den vergangenen zwei Jahrtausenden viel Lebendigkeit und Kreativität, viele Geistesgaben und Talente verloren gegangen sind. Wie viele Priscas kamen nicht zum Einsatz, obwohl sie einen wertvollen Beitrag zum Aufbau des Leibes Christi hätten beisteuern können.
Ich wünsche unserer Kirche auch um ihretwillen, dass sie nicht in der ewig-gestrigen Männerdominanz erstarrt, sondern sich auf alle ihre Glieder besinnt und allen einen Platz im Leib einräumt, als geistbegabte und von Gott zur Mitarbeit berufene Brüder und Schwestern – denn einen Teil der Glieder nur wegen ihres Geschlechtes auszuschließen – wäre nach Teresa von Avila schlichtweg ein UNRECHT.
Ich halte es in diesen Zeiten für Unrecht, wenn man starke und zum Guten begabte Geister zurückstößt, nur weil es sich um Frauen handelt.
Und wir wollen doch einer offiziell anerkannten Kirchenlehrerin nicht wiedersprechen.