franziskanerinnen tertiarschwestern hall in tirol

Magdalena&Co

um gleichstellung ringen
amt weiter denken

Herr meiner Seele! Als du noch in dieser Welt warst,
hast du die Frauen nicht verachtet,
sondern ihnen im Gegenteil stets deine besondere Zuneigung bewiesen.
Fandest du doch in ihnen ebenso viel Liebe und mehr Glauben als bei den Männern...
Die Welt irrt, wenn sie meint,
dass wir weder öffentlich wirken dürfen noch Wahrheiten aussprechen,
um deretwillen wir heimlich weinen
und dass du, Herr, unsere gerechten Bitten nicht erhören würdest.
Ich glaube das nicht, Herr,
denn ich kenne Deine Güte und Gerechtigkeit,
denn ein gerechter Richter bist Du
und nicht wie die Richter dieser Welt,
die als Söhne Adams, kurz, als Männer
jede gute Fähigkeit bei einer Frau verdächtigen.
Ich weiß, dass der Tag kommen wird, mein König,
da man einander erkennt.
Ich halte es in diesen Zeiten für Unrecht,
wenn man starke und zum Guten begabte Geister zurückstößt,
nur weil es sich um Frauen handelt.
Teresa von Avila

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Sr. Gertrud liest die Lesung.

Die Strömungen, die schon von Beginn der Kirche an versuchten, den Einfluss der Frauen zurückzudrängen und sie immer mehr auszuschließen, brachten den beachtlichen Leistungen der Frauen keine Wertschätzung entgegen.
Sie haben damit den Frauen keinen guten Dienst erwiesen. Aber nicht nur den Frauen haben sie keinen guten Dienst erwiesen, auch der Kirche nicht. Die Würzburger Synode drückt es in den 70er Jahren so aus: „Ein Ausschluss der Frauen vom sakramentalen Dienst bedeutet letztlich, ihnen die Befähigung abzusprechen, zur Sendung der Kirche einen wesentlichen Beitrag leisten zu können." Und dieser Beitrag der Frauen fehlte und fehlt der Kirche. Ich bin überzeugt, dass der Kirche damit in den vergangenen zwei Jahrtausenden viel Lebendigkeit und Kreativität, viele Geistesgaben und Talente verloren gegangen sind. Wie viele Priscas kamen nicht zum Einsatz, obwohl sie einen wertvollen Beitrag zum Aufbau des Leibes Christi hätten beisteuern können.
Ich wünsche unserer Kirche auch um ihretwillen, dass sie nicht in der ewig-gestrigen Männerdominanz erstarrt, sondern sich auf alle ihre Glieder besinnt und allen einen Platz im Leib einräumt, als geistbegabte und von Gott zur Mitarbeit berufene Brüder und Schwestern – denn einen Teil der Glieder nur wegen ihres Geschlechtes auszuschließen – wäre nach Teresa von Avila schlichtweg ein UNRECHT.

Ich halte es in diesen Zeiten für Unrecht, wenn man starke und zum Guten begabte Geister zurückstößt, nur weil es sich um Frauen handelt.

Und wir wollen doch einer offiziell anerkannten Kirchenlehrerin nicht wiedersprechen.

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Sr. Notburga stellt Prisca bzw. Priszilla - die Ehrwürdige - in ihrer wichtigen Funktion für die urchristliche Mission vor.

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